Anlass zum Lachen gab es reichlich Heimatverein Beuern: Sketche, Gesang und Tanz begeistern

Buseck (sil). Der Heimatverein Beuern hat mit dem zehnten Bunten Abend die Erfolgsgeschichte der Theatergruppe und der „Schrägen Tönen“ fortgeschrieben. Die bravouröse Umsetzung des Mottos „Frauen, Männer und Moneten“ in Sketchen und Liedern ließ ein hochzufriedenes Publikum zurück.

Der Eintritt war jeden Cent wert, die Zuschauer in der voll besetzten Willy-Czech-Halle voll des Lobes für die Mitwirkenden. Unter ihnen die Frauentanz-Gruppe des Turn- und Sportvereins Beuern (Leitung Anja Löber-Sättler), die zum traditionellen Einstiegslied „Theater, Theater“ der „Schrägen Töne“ tanzten und im späteren Verlauf des Abends zu Melodien aus dem Musical „Mary Poppins“ eine wunderbare Choreografie darboten.

Bürgermeister Michael Ranft wünschte den Gästen eine tolle Vorstellung und viel Anlass zum Lachen. Und den gab es reichlich.

Die „Schrägen Töne“, die alles andere als „schräg“ sangen und dabei ein wenig schauspielerten, sind Daniel Rac, Beate Klopp, Beate Krämer, Stefan Krämer, Annie Funk und Rita Mattern. Bei ihren Liedvorträgen, um nur einige zu nennen „Die Männer sind alle Verbrecher“, „Schöne Frauen kosten Geld“ und „Warum gibt es keinen Mann bei Amazon und Zalando“, wurden sie wiederum von Norbert Steinmüller am Piano und Norbert Münch an der Gitarre begleitet.

Der erste Sketch spielte in einem Restaurant an der Lahnbrücke. Bei den Preisen ist dem Ehemann der Appetit vergangen, während seine Holde gleich mal Champagner bestellte. Zum Eklat trug schließlich der heftig flirtende Kellner bei.

Im nächsten Stück führte, fein eingefädelt durch die Gattin, ein trotz der Beschauung mit der Lupe unsichtbarer Pickel zur Scheidung.

Als ein wahrer Schenkelklopfer entpuppte sich die Erstattung einer Vermissten-Anzeige bei der Polizeistation Beuern-Nord. Da sie ihren Mann nicht vermisst, wollte die Frau lediglich eine Verschwundenen-Anzeige aufgeben. Nach langem Hin und Her und einer zum Piepen komischen Personenbeschreibung zog sie die Anzeige zurück.

Viel Vertrauen in die Fähigkeiten einer Wahrsagerin setzte eine junge Witwe nicht und zischte ohne zu bezahlen zornig ab. Madam Odessa nahm hiernach Kontakt mit dem Geist des verstorbenen Ehemanns auf, der ihr verriet, dass er sein Schwarzgeld unter dem Kirschbaum hinter dem Faselstall (Domizil des Heimatvereins) vergraben hat. Vorsorglich: Suchen vergeblich, den Baum gibt es nicht.

Sechs Richtige, drei Millionen: Die Freude über den Gewinn währte nur kurz. Schuld daran war der Beauftragte der Lottogesellschaft, der zwecks Verteilung des Geldes eine Bettelmannschaft im Schlepptau hatte. Olaf von der Ampel konnte gerade noch davon profitieren und für einen Monat das Bürgergeld in Beuern auszahlen. Die Demonstrantin „Alles für Beuern“ sammelte lauthals Geld für ein neues „Ventilchen“ und eine AB-Hütt (WC-Haus) am neuen Sportplatz. Nachdem die Schmarotzer schon alles abgesahnt hatten, erhielt der Gewinner noch den Hinweis, ja alles ordentlich zu versteuern.

Die Auswahl der Sketche haben mit viel Gespür für die Mimen die stellvertretende Vorsitzende Rita Mattern (Gesamtleitung) und Daniel Rittershaus (Regisseur) getroffen, der zur Überleitung zwischen den Stücken den Männern im Saal praktische Ratschläge für ein konfliktfreies Zusammenleben mit ihren Ehefrauen humorvoll unterbreitete. Neue Laienspieler schrecken oft vor dem großen Textvolumen bei Theateraufführungen zurück, die Umstellung auf Sketche hat zu Neuzugängen geführt.

Die fünf Bühnenstücke wurden mit viel Spielwitz und Lokalkolorit herrlich umgesetzt von Regina Dichte, Annie Funk, Christa Ewers, Thomas Kopietz, Marc Kopietz, Stefan Lindenstruth, Ilona Lindenstruth, Daniel Rittershaus, Stefan Graf, Norbert Steinmüller, Michael Kumpf, Franzi Mahle sowie Wilhelm Sommerlad. Für ihn als „guten Geist“ war es die Abschiedsvorstellung. Worte des Dankes und einen Riesenbeifall nahm er sichtlich gerührt entgegen.

Der ehemalige Vorsitzende Erich Handloser stellte im Finale in Vertretung der erkrankten Vorsitzenden Gaby Ohm-Goltze die Akteure vor. Die Gäste dürfen sich auf den nächsten Bunten Abend in zwei Jahren freuen.

(Fotos: Wagner)

Bunter Abend 2024
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